Kategorie: Danil Yordanow

Mit seiner Malerei spricht Danil Yordanov die Stille an – einen sensiblen Teil von uns selbst, ohne den wir nicht existieren könnten. Seine Kompositionen wirken wie visuelle Tatsachen einer materialisierten Stille. Eine Stille, die durch das Medium Graphit zur visuellen Realität wird – von schwarzen bis hin zu grauen Flächen, die sich mit einem Hauch von metallischem Glanz ergänzen und zu materialisierten Kompositionen in der Stille finden. ›Ich habe Graphit als Material gewählt, weil ich das unerforschte Ausdruckspotential erkannt habe, das darin steckt.‹ (Danil Yordanov)
Die Verwendung von Graphit hat in Europa eine lange Tradition. Der Legende nach wurde Anfang 1500 in der Region Borrowdale in Cumberland (England) ein Baum in einem Sturm umgeweht. Unter seinen Wurzeln wurde ein unbekannter, weicher, schwarzer Stein gefunden: Graphit. Dieses sehr verbreitete Mineral, Kohlenstoff in seiner reinen Form, hinterlässt eine schwarzgraue Linienfarbe mit metallischem Glanz.
Die malerischen Flächen in Jordanovs Werken sind ruhig und klar. Sie verbreiten eine monochrome Stille, wie ein Echo über das Ufer der Erinnerung. Lakonische Formen, die keiner weiteren Erklärung bedürfen, achromatische Töne, die durch das gewählte Medium entstehen, und zeitlose Dynamik – das ist das Ergebnis seiner Arbeit.