ANNA TATARCZYK

Für Anna Tatarczyk nimmt die Raute unter den geometrischen Formen eine besondere Stellung ein. Sie lässt sie auf der Spitze tanzen und fängt mit ihnen das Licht ein. Aufgrund der Reduktion und Verdichtung der künstlerischen Mittel und ihrer klaren Strahlen sterben Objekte Anordnung und Ruhe aus. Das Rautenmuster selbst ist eine Urform, die seit der Steinzeit die Bahnen der Gestirne symbolisiert. Man findet Rautenmuster an alten heidnischen Plätzen, auf Wappen und als Wegweiser. Anna Tatarczyk liebt die Raute, nicht nur ihre Form willen: ihr Werk steht für die Fortführung der Konkreten Kunst, lässt sich zwischen der Konkreten Kunst und der Op Art verorten, sowie zwischen Minimalismus und Arte Povera.

/ Anna Tatarczyk hinzugefügt bei AR Penck und Siegfried Anzinger Bildende Kunst an der Düsseldorfer Kunstakademie, nachdem sie zuvor Germanistik gelernt hatte. Zudem war sie zwei Jahre lang Assistentin bei Jörg Immendorff. Sie lebt und arbeitet in Wuppertal.